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Schweizer Steine von A – Z

Albula Kalkstein
(Kalkbrekzie)

Fundort: Albulapass
Region: Graubünden – Schweiz
Farbe: lachs, hellbeige, dunkelbeige, weisslich, gelblich, gräulich

Dieser farblich lebhafte Stein wird am Albulapass gefunden. Es handelt sich hier um eine Brekzie aus der Liaszeit, wohl der Alvbrekzie (Bernina) entsprechend. Dieser farblich lebhafte Stein wird am Albulapass gefunden. Es handelt sich hier um eine Brekzie aus der Liaszeit, wohl der Alvbrekzie (Bernina) entsprechend.

Albula Kalkstein

Allalin Gabbro
(Smaragdit, Saussurit, Gabbro)

Fundort: Saaser Vispe
Region: Saasertal – Wallis – Schweiz
Farbe: grau, graugrün, bläulichgrün

Vor rund 200 Jahren wurde dieses Gestein, das aus der Gegend zwischen dem Saaser- und dem Mattertal stammt, auch als Schweizer Jade benannt. Den Allalin-Gabbro haben als erste die Menschen der Pfahlbauerzeit (Neolithikum) im westlichen Mittelland entdeckt. Viele dieser Gesteinsblöcke wurden während der Eiszeit von den Gletschern vom Oberwallis ins Mittelland transportiert. Das auffälligste Mineral ist der leuchtend grüne Omphazit neben dem jadeähnlichen Saussurit.

Allalin Gabbro

Alv-Brekzie
(Berninakalkstein)

Fundort: Berninapass, Lagalb
Region: Oberengadin – Graubünden – Schweiz
Farbe: dunkelrot bis weinrot, hellgrau bis schwarz

Dieser farblich lebhafte Stein stammt vom Piz Alv am Berninapass. Brekzie (Breccie), italienisch Breccia, ursprünglich Bresche, dann Trümmer, die beim Breschenschlagen entstehen, ist ein Sediment, das aus verkitteten, kantigen Kalkstein- und Mergeltrümmern besteht. Diese sind z.T. durch Eisenoxyd rot gefärbt. Die Alv Brekzie stammt aus der Liaszeit (Epoche der Jurazeit). Sie enthält teilweise Belemniten, versteinerte Skelettteile von fossilen Tintenfischen (griechisch: Belemnon = Pfeil). Man hielt früher diese Fossilien für Geschosse (Donnerkeile), die der Donnergott bei einem Gewitter herunterschleuderte.

Andeer Granit
(Andeer Gneis, Andeer Porphyr)

Fundort: Andeer
Region: Schams – Graubünden – Schweiz
Farbe: graugrün, hell bis dunkel mit weissen Punkten

Geologen nennen den Stein Roffnagneis oder auch Andeerer Porphyrgneis. Im Handel ist er jedoch unter dem Namen Andeerer Granit bekannt. Der Roffnagneis war tatsächlich einmal ein Granit. Aber der einst massige Granit wurde später wie alle Steine im Schamsertal bei der Alpenbildung gepresst und umgeformt. Er wurde geschichtet, so dass er heute als alpin schwach metamorpher Gneis zu bezeichnen ist. Das Gestein weist eine deutlich gestreckte, lagige bis faserige Textur auf. Es ist sehr fest und kompakt, demnach auch wetter- und frostbeständig. Es enthält 40–45% Quarz, 20–30% Feldspat und 30–35% Glimmer. Diese drei gesteinsbildenden Mineralarten: Feldspat, Quarz und Glimmer finden wir immer in der grossen Gesteinsgruppe der Granite. Die Farbe vom Andeerer Gneis stammt vom Mineral Fengit ab. Heute ist der Andeerer Granit dank seinem einmalig grünlichen Farbton ein sehr gefragter Stein im Bausektor.

Arzo Kalkstein
(Arzo Marmor)

Fundort: Arzo, bei Mendrisio
Region: Tessin – Schweiz
Farbe: grau, braun, rosa, gelb, olivgrün, violett, beige, mit weissen Adern

Der Steinbruch von Arzo ist eine interessante Doku-mentation der jurassischen Ära des Alpengebietes, ein Überbleibsel eines riesigen, zwischen den Urkontinenten Afrika und Europa gelegenen, Ozeans. Zerbrechungen der abgelagerten Schichten und die Bildung von Schutthalden aus eckigen Gesteinstrümmern (sedimentare Brekzien) haben ein buntes kaleidoskopartiges Farbenbild geschaffen, das einzigartig ist. Petrografisch ist der Arzo Marmor ein nichtkristalliner Kalkstein, nach alter Usanz bezeichnet man ihn aber wegen seiner Dichte und Struktur als Marmor.

Bergkristall
(Quarz)

Fundort: im ganzen Alpenraum
Region: Schweiz
Farbe: klar, durchsichtig, farblos, milchig, rauchig, braun,
dunkelbraun, schwarz

Der griechische Name «crystallos» bedeutet Kälte, Frost und Eis. Man hielt den Stein ursprünglich für ewig Gefrorenes. Das Wortspiel Christ-All repräsentiert das durchsichtige, unbeeindruckte, reine in die Materie gebrachte Bewusstsein (lat. materia = Mutter, Ursprung, Quelle). Kristalle wurden zum Symbol für Klarheit und Reinheit. Bis in die byzantinische Zeit lässt sich die Wahrsagerei mit Kristallen zurückverfolgen. Kristalle sind Individuen, sie wurden geboren und sind gewachsen. Ihr Aussehen und ihre Farben wurden dabei vom Milieu, in dem sie sich bildeten, beeinflusst. Obwohl man aus alpinen Zerrklüften unzählige Quarzkristalle kennt, wird kaum jemand zwei in Grösse, Ausbildung, Farbe und Klarheit identische Individuen finden.

Chemisch besteht Quarz aus Siliziumoxyd.

Cristallina Marmor

Fundort: Piano di Peccia
Region: Maggiatal – Tessin – Schweiz
Farbe: weiss, graumeliert, bräunlich

Marmor ist das Resultat von geologischen Umschichtungen und Umwälzungen, die über Jahrmillionen vor sich gegangen sind. Kalkmassen, die sich in der Triaszeit (vor 200 Millionen Jahren) angesammelt hatten, wurden bei der Bildung der Alpen zusammengepresst und durch enormen Druck erhitzt. Durch die Metamorphose entstand ein hartes, kristallines Gestein von ausserordentlicher Schönheit. Der Marmor von Peccia – in einem kleinen Nebental des Valle Maggia gelegen – ist daher ein echter Marmor, wie derjenige von Carrara oder von Griechenland. Die chemische Zusammensetzung des reinen Kalzit-Marmors von Peccia entspricht sogar völlig derjenigen der schönsten Marmor-gesteine von Griechenland (Paros). Die Reflexion des Lichtes an den Spaltflächen der bis zu 2 mm grossen Körner (Kalzitkristalle) verleihen dem Peccia Marmor sein glitzerndes Aussehen und seinen einmaligen Glanz. Seine Farbenvielfalt reicht von weiss bis grau, mit grüner, bläulicher oder zartrosa Bänderung.

Diallag-Gabbro

Fundort: Flussbett der Julia
Region: Oberhalbstein – Graubünden – Schweiz
Farbe: grau, braun, rosa, gelb, olivgrün, violett, beige, mit weissen Adern

Dieser sehr spezielle Stein wurde vor Jahren im Val Nandro gefunden. Er wird nach der Ortschaft Gabbro, südöstlich von Livorno benannt. Es handelt sich um ein ziemlich grobkörniges Tiefengestein. Wie der Granit ist der Gabbro durch langsames Erstarren aus dem Magma (Schmelzfluss) entstanden, aber mit einem anderen Mineralgehalt. Hauptmineral ist Plagioklas (Feldspat). Bei diesem Stein ist der Plagioklas sog. saussuritisiert, d.h. durch Zersetzung zum Teil in Olivin umgewandelt, was ihm seine grüne Farbe verleiht. Der Diallag, eine Abart des Kettensilikats Pyroxen, ist hier grau-blätterig ausgebildet.

Dolomit

Fundort: weit verbreitet
Region: Schweiz
Farbe: grau, schwarz, weiss

Beim Dolomit handelt es sich um einen gewöhnlichen Kalzit, welcher im Kristallgitter Magnesiumelemente eingebaut hat. Der Magnesiumgehalt hat zur Folge, dass das Mineral Dolomit im Gegensatz zum Kalzit nur mit Salzsäure in höherer Konzentration reagiert. Optisch wird Dolomit aber oft mit Kalzit verwechselt.

Eklogit
(Omphazit-Granat-Gestein)

Fundort: Alpe Arami, Calancatal
Region: Gorduno – Tessin,
Calanca – Graubünden – Schweiz
Farbe: grau, braun, rosa, gelb, olivgrün, violett, beige, mit weissen Adern

Eklogite sind Gesteine, welche unter eklogitfaziellen Druck- und Temperaturbedingungen metamorph entstanden sind. Eklogite mit basaltischem Chemismus bestehen aus grünem Klinopyroxen (omphazitreich) und rotem Granat (pyropreich). Eklogite entstehen bei hohen Druckverhältnissen und mittleren bis hohen Temperaturen. Eklogit ist das dichteste aller Silikatgesteine, das an der Erdoberfläche aufgeschlossen ist. Die ältesten bisher gefundenen Eklogite stammen aus dem Usagaran-Gebirge in Tansania und haben ein Alter von zwei Milliarden Jahren. Die jüngsten Eklogite sind erst kürzlich im Himalaya entdeckt worden und haben ein Alter von nur 49 Millionen Jahren.

Epidot
(Epidot Feldspat)

Fundort: Safiental, Oberhalbstein, Bergell, Saasertal
Region: Graubünden – Wallis – Schweiz
Farbe: pistaziengrün, grau, gelb-grün

Epidot entsteht in vielen magmatischen Gesteinen. Seine grösseren, dunkelgrünen bis schwarzen Kristalle sind jedoch selten, da sie fast ausschliesslich hydrothermal in Klüften entstehen. Bei Kontakt- oder Regionalmetamorphosen entsteht Epidot sehr häufig als gesteinsbildendes Mineral, wenn die umgewandelten Gesteine basisch und reich an Kalzium und Aluminium sind.In den grünschieferfaziell überprägten Gesteinen ist Epidot weit verbreitet. Der fein verteilte, mikroskopisch kleinkörnige Epidot gibt vielen Gesteinen einen leicht grünlichen Farbton. Von Auge besser wahrnehmbar sind hellgrüne, monomineralische Adern und Schlieren von Epidot.

Gabbro

Fundort: Klosters Monbiel
Region: Prättigau – Graubünden – Schweiz
Farbe: beige, grau-meliert, blassrötlich, blassgrün

Garnierit wurde nach dem französischen Geologen Jules Garnier benannt. Der Magnesit ist in der Clemgia-Schlucht in ziemlich ausgedehnten Gängen im Serpentingestein eingequetscht. Der schöne Schmuckstein aus der wildromantischen, ja bizarren Clemgia-Schlucht besteht zur Hauptsache aus gelblichem Magnesit (Magnesiumcarbonat). Das Mineral Garnierit tritt in geringer Menge auf. Garnierit ist ein Nickel-Magnesium-Silikat. Seine apfelgrüne Farbe stammt von den Nickeljonen, die im Magnesit eingelagert sind.

Garnierit

Fundort: Clemgia-Schlucht
Region: Unterengadin – Graubünden – Schweiz
Farbe: grau, braun, rosa, gelb, olivgrün, violett, beige, mit weissen Adern

Garnierit wurde nach dem französischen Geologen Jules Garnier benannt. Der Magnesit ist in der Clemgia-Schlucht in ziemlich ausgedehnten Gängen im Serpentingestein eingequetscht. Der schöne Schmuckstein aus der wildromantischen, ja bizarren Clemgia-Schlucht besteht zur Hauptsache aus gelblichem Magnesit (Magnesiumcarbonat). Das Mineral Garnierit tritt in geringer Menge auf. Garnierit ist ein Nickel-Magnesium-Silikat. Seine apfelgrüne Farbe stammt von den Nickeljonen, die im Magnesit eingelagert sind.

Glaukophan

Fundort: Saasertal, Aostatal
Region: Wallis – Schweiz, Aosta – Italien
Farbe: blau, dunkelviolett, lavendelblau, hellgrün, dunkelgrün, gelbbraun, weiss, rot

Mineralogische Analysen ergaben, dass es sich bei diesem Stein um einen 35–40 Millionen Jahre alten, kristallinen Glaukophanschiefer handelt, der während der Faltung der Alpen aus grosser Tiefe aufgedrungen ist. Er kristallisiert monoklin, seine Härte beträgt 5–6, die Dichte liegt zwischen 3 und 3,2. Glaukophan ist Hauptbestandteil der Glaukophanite oder Blauschiefer. Dunkelviolett oder lavendelblau kommt er verbreitet in hellgrünem Talk oder auf gelbbraunem Ankerit zusammen mit Calcit, Granat und Epidot vor.

Gneis
(Tessiner Gneis)

Fundort: Laventine, Bleniotal, Calancatal, Verzascatal, Maggiatal
Region: Tessin – Schweiz
Farbe: weiss, grau, bräunlich, schwarz
weisse Lagen: Feldspat, Quarz und Muskovit
dunkle Lagen: Biotit und Hornblende

Gneise sind metamorphe Gesteine, bei denen eine deutliche Schichtung durch grobe, helle und dunkle Lagen definiert ist. Gneise aus dem Tessin werden von Laien noch heute oft «Granite» genannt. Die klare Richtungsorientierung der Gneise aufgrund der im Gestein ausgerichteten Mineralien unterscheiden diese jedoch ganz klar von den homogenen Graniten (gleichmässige Orientierung in alle Richtungen). Schwieriger jedoch ist die Unterscheidung von Ortho- bzw. Paragneisen. Bei Orthogneisen sind helle, spezifisch leichtere Magmatite (hauptsächlich Granite) das Ausgangsgestein – im Gegensatz zu Paragneisen, welche aus Sedimenten hervorgingen.

Granat–Amphibolit

Fundort: Averser Rhein
Region: Val Ferrera – Graubünden – Schweiz
Farbe: dunkelgrün mit braunroten Einschlüssen

Im Averser Rhein in der Nähe von Ausserferrera findet man dieses sehr schöne Gestein. Unzählige kleine bräun-lich-rote Granate sind in diesem Granat-Amphibolit (Hornblende-Gneis) eingelagert.

Granat im Diopsidfels
(Diopsidfels mit Granat)

Fundort: Flussbett der Maira
Region: Bergell – Graubünden – Schweiz
Farbe: beige-grünlich mit braunroten Einschlüssen

Vor etwa 30 Millionen Jahren drangen in die damals schon bestehenden penninischen und ostalpinen Decken granitische Schmelzen ein. Eine solche Intrusion ist das Bergeller Massiv, das erst durch spätere Erosion freigelegt wurde. Seine Hauptmasse ist ein grobkörniger porphyrischer Granit, an dessen Nordrand die Kontaktmetamorphose in den mesozoischen Sedimentgesteinen gut sichtbar ist. Diese wurde in Marmor und Kalksilikatfels mit Granat und Diopsid umgewandelt. So ist diese farblich wunderschöne Verschmelzung wissenschaftlich zu erklären.

Granat in Glimmerschiefer
(Staurolith Granatschiefer, Granat Glimmerschiefer)

Fundort: Cristallina Mine, Peccia
Region: Maggiatal – Tessin – Schweiz
Farbe: hellbeige, dunkelrot, braun, braunrot, bläulich

Der hier erwähnte Granat in Glimmerschiefer stammt aus einem kleinen Seitental des Maggiatales. Der in den Südalpen weit verbreitete Glimmerschiefer ist ein Metapelit, ein metamorph überprägtes Tongestein. Es entstand aus abgelagertem Schlamm am Meeresboden des Urmittelmeeres Tethys. Später wurde es in ca. 30 km Tiefe bei ca. 600 Grad Celsius und 8 kbar Druck metamorph umgewandelt. Aus diesem tonreichen Gestein entstand dabei Glimmerschiefer mit meist hellem Glimmer (Muskovit) in dem sich mitunter dunkelroter bis braunroter Granat (Almandin), brauner Staurolith und bläulicher Disthen finden.

Granit
(Grüner Granit)

Fundort: Julierpass
Region: Oberhalbstein – Graubünden – Schweiz
Farbe: grün, weiss, grau, schwärzlich

An Mineralien sind im Granit hauptsächlich Plagioklas (Feldspat), Orthoklas und meist auch dunkler Glimmer (Biotit) vertreten. Es gibt beim Granit keine optisch erkennbare Richtung im Gestein. Alle Mineralien sind durcheinandergemischt. Die Struktur ist meist grobkörnig. Sie entstand durch sehr langsame Abkühlung der glutflüssigen Gesteinsschmelze (Magma). Das Gestein lag in der Tiefe der Erdkruste, wo es von mächtigen Deckschichten überlagert wurde.

Granit
(Roter Granit)

Fundort: Val Rosegg
Region: Oberengadin – Graubünden – Schweiz
Farbe: rot, grau, weiss, schwärzlich

Der Granit entstand durch sehr langsame Abkühlung des Magmas. Granit besteht hauptsächlich aus den Mineralien Feldspat, Quarz und Glimmer. Die Struktur ist grobkörnig. Es gibt beim Granit keine optische Richtung im Gestein. Alle Mineralien sind bunt durcheinander gemischt. Der farbliche Gesamteindruck wird vom Feldspat (Orthoklas) bestimmt. Beim Granit aus dem Roseggtal sind die Farben rot und grün vorherrschend.

Granit
(Weisser Granit)

Fundort: Gotthardpass, Airolo
Region: Leventina – Tessin – Schweiz
Farbe: weiss, grau, schwärzlich

Granite sind magmatische Gesteine die sich aus Gesteinsschmelzen (Magma) bilden. Das typische körnige Granitgefüge entsteht nur wenn sich diese Schmelzen langsam abkühlen. Das ist erst ab einer gewissen Tiefe in der Erdkruste der Fall. Jeder Granit besteht aus zwei Feldspäten, Alkalifeldspat und Plagioklas sowie Quarz. Der Alkalifeldspat ist in den Graniten kräftiger gefärbt (rot, grün, gelb) als der Plagioklas (weiss). Neben Feldspat und Quarz enthalten Granite fast immer zusätzlich dunkle Minerale. Meist handelt es sich um Biotit (Glimmer). Die allermeisten Granite sind helle Gesteine. Neben gelblichen, rötlichen und grünen kommen auch weisse und mehrfarbig bunte Varianten vor. Granite können auch bei gleicher chemischer Zusammensetzung sehr unterschiedlich aussehen. Es ist hauptsächlich die Korngrösse der Minerale und deren Färbung, die für die vielen unterschiedlichen Varianten verantwortlich sind.

Grindelwaldner Kalkstein
(Grindelwaldner Marmor)

Fundort: Pfingstegg, oberer Grindelwaldner Gletscher
Region: Grindelwald – Berner Oberland – Schweiz
Farbe: weiss, hellgrau, gelb, fleischfarben, dunkelgrün, purpurrot, violett

Das Gebiet um Grindelwald birgt eine Vielzahl an farbenfrohen, lokaltypischen Gesteinen, die im In- und Ausland vielseitige Verwendung im Bau- und Kunstgewerbe fanden. Weniger bekannt, aber nicht minder attraktiv, ist der Rosenlaui Marmor. Er entspricht weitgehend demjenigen von Grindelwald. Die weissen, hellgrauen, gelblichen und fleischfarbenen Partien sind die eigentlichen marmorartigen Kalkanteile. Die dunkelgrünen Komponenten stellen ein unterschiedlich zusammengesetztes Gemisch aus Quarzkörnern dar, eingebettet in eine feine Grundmasse aus Tonmineralien, Chlorit, Glimmer und Kalzit. Purpurrote bis violette Partikel sind ähnlich zusammengesetzt wie die grünen Partien. Farbgebende Komponente in der Grundmasse ist hier aber das Eisenoxyd Hämatit.

Grindelwaldner Pyrit
(Grindelwaldner Pyritschiefer)

Fundort: Flussbett der Lütschine, Grindelwald
Region: Berner Oberland – Schweiz
Farbe: schwarz, anthrazit mit silbrig, goldigen

Der schwarze Mergelschiefer aus dem Gebiet zwischen Rosenlaui/Grosse Scheidegg und der Lenk kommt oft in Kugelform bis zu einer Grösse von zirka 15 cm vor. Aufgrund des tiefschwarzen, tonmineralienhaltigen Mergelschiefers hat die Lütschine in Grindelwald den Namen Schwarze Lütschine bekommen.
Das Gestein weist einen grossen Anteil an Quarz auf, häufig mit schönen, weissen Quarzadern. Es enthält neben Eisen, Tonmineralien, Chamosit und Chlorit auch Pyrit. In etwa der Hälfte des Vorkommens sind Pyritnester im Zentrum eingelagert. Charakteristisch für Pyrit sind der metallische Glanz und die messinggelbe Farbe. Die häufigste kristalline Form des Pyrits ist der Würfel.

Hornblendegarbenschiefer

Fundort: Val Tremola, Airolo
Region: Obere Leventina – Tessin – Schweiz
Farbe: weisslich, grün, grünlich braun, grau

Hornblende, hier als Tschermakit vorhanden, gehört zur artenreichen Gruppe der Amphibole. Die Wissenschaft bezeichnet diese schön gemusterten Gesteine der Tremola Serie als metamorphe Paragesteine. Sie sind in grosser Tiefe unter hohem Druck und hoher Temperatur aus Ablagerungsgesteinen entstanden. Hornblendegarbenschiefer aus der Tremola Serie kommen in Garben bis über 10 cm Länge mit Granat (Almandin) in kristallinem Schiefer vor.

Korund
(Rubin)

Fundort: Val Traversagna
Region: Misox – Graubünden – Schweiz
Farbe: blassblau, rot bis tiefrot, dunkelgrün, fast schwarzgrün

Rubine und Saphire sind seltene Edelsteine, die aus der Familie der Korunde stammen. Dass sie auch in Graubünden gefunden wurden, glaubt man kaum. Blass- bis intensivrote, auch farblose und blassblaue Korunde im Amphibolit sind dicht im Gestein eingewachsen. Die Funde gehören wohl zu den schönsten in den Alpen. In jüngster Zeit wurden die Steine zu Schmuck verarbeitet.

Kyanit oder Disthen

Fundort: Pizzo Forno, Camperio, Castione Lago Ritom, Alpe di Crozlina
Region: Leventina – Tessin – Schweiz
Farbe: weisslich, hellblau, blau, dunkelblau, rotbraun, schwarz

Disthen ist aus den griechischen Wörtern dis und sthenos gebildet, was soviel wie zweifache Kraft bedeutet. Häufig tritt der auch Kyanit genannte (griech. kyanos = blau) in wirrstrahligen, blau gefärbten Aggregaten auf. Bei Vorkommen, in denen Kyanit und Staurolith gemeinsam auftreten, ist gelegentlich eine orientierte Parallelverwachsung dieser beiden Mineralien zu beobachten. Der Kyanit ist ein charakteristisches Mineral der kristallinen Paragonit-Schiefer. Er wird gebildet, wenn hohe Drucke eine Metamorphose von tonerdereichen Gesteinen bewirken, bei Temperaturen von mehr als 1500°C. Meistens befindet er sich in Gesellschaft von Glimmer, Granat, Hornblende und Staurolith. Das Fundgebiet bildet ein grosses Dreieck, das von den Eckpunkten Pizzo Forno – Pizzo Campo Tencia – Alpe Sponda im Tessin gebildet wird. Gute Schleifstücke aus diesem Gebiet mit blauem Kyanit, rot bis braunschwarzem Staurolith auf weissem Glimmer sind wahre Prachtstücke.

Laaser Marmor

Fundort: Laas, Vinschgau
Region: Südtirol – Italien
Farbe: weiss, weiss mit grauen Schlieren

Der Laaser Marmor ist ein echter Marmor in wissenschaftlichem Sinne. Er ist ein chemisch fast reiner hochkristalliner durchgebildeter Kalkstein von zuckerkörniger Struktur, dessen einzelne Kristalle vorzüglich ineinander verzahnt sind. Der Laaser Marmor ist rissarm, hart und druckfest, dabei aber lichtdurchlässig und einwandfrei polierbar. Durch graphitische Beimengungen ergeben sich da und dort Schlieren oder lagenweise Trübungen. Die beste Qualität wird auf über 1600 Meter über Meer an der Spitze der Jennwand gewonnen. Die Dicke der Marmorader beträgt teilweise über 100 Meter.

Lazulith

Fundort: Stockhorn, Gornergrat
Region: Zermatt – Wallis – Schweiz
Farbe: himmelblau, blassblau mit weisslichen und gelblichen Zonen

Auch wenn nicht mehr viel dieses äusserst attraktiven Steins erhältlich ist, soll er hier der Vollständigkeit halber doch beschrieben werden. Der himmel- bis blassblaue Lazulith kommt in Kammern innerhalb von lagenförmigen Quarzmassen vor, die ihrerseits in Glimmerschiefern gelegen sind. Meist zeigt der Lazulith eine unregelmässig verzahnte Verwachsung mit milchigweissem oder gelbem Apatit und mit glasklarem Quarz. Das Lazulith Vorkommen, etwa 50 Meter unter dem Grat zwischen Hohtälligrat und Stockhorn stellt eine Phosphatlagerstätte dar. Recht viel Material wurde zu Schmucksteinen verarbeitet. Die Schmuckherstellung konnte allerdings die Nachfrage niemals befriedigen, denn die blauen Steine von Zermatt sind praktisch erschöpft.

Nephrit
(Jade)

Fundort: Poschiavo
Region: Puschlav – Graubünden – Schweiz
Farbe: lindengrün, gelblich, bläulich

Chinesische Steinschleifer haben schon vor Jahrtausenden mit einem ausgeprägten Sinn für Formvollendung und einem erstaunlich hochentwickelten Handwerkskönnen den eher unscheinbaren Rohstein zum Kunstwerk gewandelt. Unter dem Namen Yü besass der Stein in China eine ungeheure Bedeutung und besitzt sie heute noch. Nephrit ist nicht die Bezeichnung für eine Mineralart, sondern für ein monomineralisches Gestein, das entweder aus Tremolit oder aus Aktinolith besteht. Beides sind Mineralien der Amphibolgruppe. Wesentlich ist, dass das Gestein aus dicht verfilzten Fasern dieser Mineralien besteht. Nephrit (Jade) ist einer der seltensten Bündner Halbedelsteine.

Nolla Pyrit
(Pyrithaltiger Tonschiefer)

Fundort: Flussbett der Nolla
Region: Thusis – Graubünden – Schweiz
Farbe: schwarz, anthrazit mit glänzenden
Pyriteinschlüssen und weissen Adern

Er kommt in der Nolla vor, ist selten schiefrig, sondern meist massig und sehr hart und zäh, was auf Quarzgehalt hinweist (siehe auch die häufigen schönen, weissen Quarzadern). Die schwarzen Bestandteile sind kohlig (Graphit). Pyrit ist ein weit verbreitetes Mineral. Charakteristisch für den Pyrit sind der metallische Glanz und die messinggelbe Farbe. Die häufigste Kristallform des Pyrits ist der Würfel.

Parsettensit
(Parsennstein)

Fundort: Fondeital
Region: Schanfigg – Graubünden – Schweiz
Farbe: dunkelgrün, leuchtend grün mit weisen Einschlüssen

Im Fondeital bei Langwies befindet sich ein kleines Mangan-erzvorkommen. Einzelne Gesteinsblöcke wurden vermutlich von einem Bergsturz und durch einen Gletscher an die heutige Fundstelle verfrachtet. Beim Zerschlagen der einzelnen Blöcke treten schwarzes Manganerz, roter Radiolarit und brauner Parsettensit neben unscheinbarem Manganocalcit auf. Verarbeitete Steine aus dem Fondeital werden allgemein als Parsennstein bezeichnet. Verantwortlich für den allgemeinen Farbeindruck ist vor allem der Parsettensit, der verschiedenste Brauntöne aufweisen kann, durchzogen von schwarzen Adern.

Prasinit-Epidot

Fundort: Marmorera Stausee
Region: Oberhalbstein – Graubünden – Schweiz
Farbe: braunrot, rot, dunkelgrün, weiss

Der Name Prasinit stammt aus dem griechischen Prasinos = lauchgrün. Die Farben dieses Steines variieren von lauchgrün über gelbgrün bis hin zu bläulichgrün. Viele gelbgrüne Adern vom Mineral Epidot durchziehen den Stein. Meist sehr kompakter, massiger bis schiefriger (Grünschiefer) Metamorphit, entstanden aus Gabbro und Basalt durch schwache bis mittelstarke Metamorphose. Die Hauptmineralien Chlorit, Aktinolith und Epidot geben dem Stein die grüne Farbe. Man hat auch steinzeitliche Werkzeuge aus dem zähen Prasinit gefunden.

Pyrop in Olivin
(Granat Peridotit, Olivin-Granat-Fels, Arami-Peridotit)

Fundort: Alpe Arami
Region: Tessin – Schweiz
Farbe: intensivgrün, blutrote Einschlüsse

Es gilt als gesichert, dass diese ultrabasischen Gesteine bei der Alpenfaltung wie ein riesiger Span aus dem Erdmantel, aus einer Tiefe von 80 – 100 Kilometern an die Oberfläche hoch geschuppt wurden. Die 40 Millionen Jahre alten Arami-eridotite bestehen zur Gänze aus einem leicht verschieferten, granatreichen Eklogit. Seine Oberfläche ist zum Teil stark verwittert, wobei blutrote Pyropkörner hervortreten. Olivinreicher Peridotitkern mit intensivgrünem Omphazit (Pyroxen).

Quarzit

Fundort: Vals, Soglio, Hinterrhein
Region: Valsertal – Bergell – San Bernardinopass –
Graubünden – Schweiz
Farbe: weiss, weissgrau, grauschwarz, bräunlich

Quarzite sind fein bis mittelkörnige metamorphe Gesteine, die mindestens aus 80 % Quarz bestehen. Quarzit enthält im Wesentlichen miteinander verbundene rekristallisierte Quarzkörner. Die Farbe ist meist weissgrau. Als Nebengemengteile können Feldspat, Muskovit, Chlorit, Magnetit, Granat, Graphit, grünlicher Phengit (Hellglimmer) und Hornblende auftreten. Durch eine Kombination von Druck, Temperatur und mechanischer Belastung werden die einzelnen Quarzkörner dabei durch Drucklösung deformiert und ihr Kristallgitter beginnt sich neu zu ordnen. Dabei entsteht durch eine ausgerichtete Druckrichtung das lagige Gefüge, das sich gut aufspalten lässt. Insbesondere als Naturstein finden viele Quarzite Verwendung. Im Handel existieren zahlreiche Varietäten, die unter eigenem Namen gehandelt werden.

Radiolarit

Fundort: Alp Flix
Region: Oberhalbstein – Graubünden – Schweiz
Farbe: bordeaux, braunrot, weinrot

Die heute, wie schon in der Vergangenheit über alle Meere verbreiteten Radiolarien werden den Protozoen zugeordnet. Das Vorkommen und die Bedeutung dieser Organismen bis ins Kambrium, also vor etwa 570 Millionen Jahren, gilt als gesichert. Dieses Tiefsee-Sediment besteht zum grossen Teil aus mikroskopisch kleinen, meist fein zertrümmerten Skeletten von Radiolarien (Strahlentierchen) sog. Protozoen mit Kiesel-(Quarz)-Skeletten. Die meist rote Farbe stammt vom Eisenoxyd (Hämatit). Radiolarit ist oft mit Eisen und Mangan versetzt.

Radiolarit, Serpentin, Kalzit

Fundort: Totalp, Davos-Wolfgang
Region: Graubünden – Schweiz
Farbe: braunrot, rot, dunkelgrün, weiss

Dieses Tiefsee-Sediment besteht zum grossen Teil aus mikroskopisch kleinen, meist fein zertrümmerten Skeletten von Radiolarien (Strahlentierchen) sog. Protozoen mit Kiesel-(Quarz)-Skeletten. Die meist rote Farbe stammt vom Eisenoxyd. Radiolarit ist oft mit Eisen und Mangan versetzt. Serpentin ist ein Schichtsilikat und kommt in diesem Stein eng verflochten mit dem Radiolarit vor zusammen mit Kalziteinschlüssen.

Radiolarit
(Spessartin im Kieselschiefer, Hyänenmarmor)

Fundort: Furtschellas, Corvatsch
Region: Oberengadin – Graubünden – Schweiz
Farbe: hellbraun, orange bis senfgelb

Die hyänenartige Maserung des Steins stammt vom Mineral Spessartin, einem Mangangranat, das im Gebiet Furtschellas häufig vorkommt. Daneben tritt Kieselschiefer (Radiolarit) neben dem weisslichen Manganocalcit auf.

Rhodonit

Fundort: Alp Tanatz, Splügen
Region: Rheinwald – Graubünden – Schweiz
Farbe: Begleitmineralien dieses Fundortes:
Braunit (schwarz), Rhodonit (rosarot, z.T. sehr intensiv), Quarz (weiss), Spessartin (gelb, orange), Tephroit (grüngrau), Manganocalcit (hellrosa, fast weiss), Rhodochrosit (rosarot)

Die Manganerzfundstelle an der Tanatzalp am Splügenpass ist von Petrografen kaum beachtet worden. Dafür gibt es wohl einen Grund, das anstehende dieser prächtigen Manganvererzung konnte bis heute nicht gefunden werden. Steinsucher finden auf der Alp Tanatz über und unter der Erde oft sehr schöne silikatreiche kleinere Brocken. Beim Auf­schlagen der schwarzen Steinstücke kommen dabei wunderschöne Farben von roten, schwarzen, weissen, gelben und braunen Mineralien zum Vorschein. Von allen Manganvorkommen der Schweiz hat die Tanatzalp vielleicht die farbigsten und vielfältigsten Funde geliefert. An Mineralien sind enthalten: grobkristalliner Rhodonit in kleinen Quarzadern, die Farbe variiert von himbeerrot bis dunkelrot mit einem Stich ins Purpur. Bei den gelb bis orangen Farbtönen ist das Mineral Spessartin (Granat) verantwortlich. Die hellen, leicht rosa gefärbten Partien bestehen aus Rhodochrosit.

Rhodonit

Fundort: Furtschellas, Corvatsch
Region: Oberengadin – Graubünden – Schweiz
Farbe: Begleitmineralien dieses Fundortes:
Braunit (schwarz), Rhodonit (rosarot,z.T. sehr intensiv), Quarz (weiss), Tephroit (grüngrau), Spessartin (gelb, orange), Manganocalcit (farblos, hellrosa)

Die wichtigsten Fundstellen von Manganmineralien befinden sich im Kanton Graubünden eng begrenzt im Bereich der penninischen Platta-Decke. Entstanden sind sie zur Malmzeit (oberer Jura). Auch auf Furtschellas verraten sich die Manganerze durch ihre schwarze Verwitterungskruste. Wie in Falotta, bilden die Vererzungen Linsen in Kieselsschiefern (Radiolarite) und diese stehen in Kontakt mit Grünschiefern (Ophioliten). Das auffälligste Mineral ist Rhodonit. Begleitmineralien sind Quarz, Albit und Manganocalcit. Begleitet werden diese Mineralien fast immer von feinkörnigem Tephroit (Manganolivin) der graugrüne Flecken bildet. Der Mangangranat Spessartin ist in den Manganerzen der Furtschellas weit verbreitet. Er besitzt eine leuchtend gelbe bis orange Farbe.

Rhodonit

Fundort: Falotta
Region: Oberhalbstein – Graubünden – Schweiz
Farbe: Begleitmineralien dieses Fundortes:
Braunit (schwarz), Rhodonit (rosarot), Quarz (weiss), Sursassit (kupferrot), Tinzenit (gelb-braun), Parsettensit (braun), Manganocalcit (hellrosa, fast weiss), Rhodochrosit (rosarot)

Der Name Rhodonit ist vom griechischen Wort Rhodos = Rose abgeleitet. Die Geschichte des Schmucksteines Rhodonit begann im Ural des zaristischen Russland. Dort erlangte das Rohmaterial in der russischen Schmucksteinkunst rasch eine bevorzugte Stellung. Die rote Farbe verdankt der Stein seinem Mangangehalt. Rhodonit findet man nicht nur in Russland, sondern auch in den USA, in Kanada, in Australien und gleich an mehreren Orten in Graubünden. Immer wieder überrascht der unscheinbare schwarze Rohstein beim Aufschlagen, dann nämlich, wenn das Rosarot eines wahren Edelsteins hervortritt.

Sassalbo Kalkstein
(Alp Urezza Kalkstein)

Fundort: Sassalbo, Poschiavo
Region: Puschlav – Graubünden – Schweiz
Farbe: lachs, braunrot mit weissen Einschlüssen

Es handelt sich hier um eine Breccie aus der Liaszeit, wohl der Alv-Breccie (Bernina) entsprechend. Breccie = mechanisches (klastisches) Sediment, bestehend aus verkitteten eckig-kantigen Trümmern, im Unterschied zum Konglomerat, das aus gerundeten Trümmern besteht. Die rote Farbe der Trümmer in der Lias-Breccie vom Sassalbo kommt von Eisenoxyd. Das Wort Breccie stammt aus dem italienischen Breccia, was ursprünglich Bresche bedeutet, bzw. die Trümmer, die beim Breschenschlagen entstehen.

Schneequarz

Fundort: im ganzen Alpengebiet
Region: Schweiz
Farbe: reines weiss, schneeweiss, milchigweiss

Schneequarz trägt seinen Namen aufgrund seiner reinen schneeweissen Farbe. Er entsteht primär als typischer weisser Quarz pegmatitischer Bildung. Schneequarz bildet jedoch keine sichtbaren Kristalle sondern derbe, körnige oder dichte Massen in Gesteinsadern und Spaltenfüllungen (Quarzband in Graniten) und in anderen magmatischen Gesteinen. Er ist schneeweiss und zeigt Fett- bis Glasglanz. Schneequarz als derber Quarz zählt zur Quarzgruppe wie der Bergkristall. Er ist ein völlig reiner Quarz ohne Fremdstoffbeimengungen.

Serpentin
(Serpentinit)

Fundort: Selva, Flüela, Alp Flix, Piz Lunghin
Region: Landwassertal – Puschlav – Bergell,
Oberhalbstein – Graubünden – Schweiz,
Saasertal – Wallis – Schweiz
Farbe: dunkelgrün

Ein Gestein, das als Hauptmineral Serpentin enthält heisst Serpentinit. Streng genommen ist Serpentin die Bezeichnung für das Mineral Serpentinit = Schichtsilikat. Nebenmineralien sind Pyroxen (Augit) und Olivin. Der Name stammt aus dem lateinischen Serpens = Schlange, wahrscheinlich wegen seiner Farbe.

Splügener Kalkstein
(Splügener Marmor)

Fundort: Splügen
Region: Rheinwald – Graubünden – Schweiz
Farbe: weiss, beige, braunrot, weinrot, lachs, violett

Splügner Marmor ist kein Marmor im petrografischen Sinn, sondern ein attraktiver Kalkstein in verschiedenen Farben. Marmor im petrografischen Sinn ist ein metamorpher Kalk- oder Dolomitstein. Marmor im Sinne der Steinmetze ist ein massiges, gut zu bearbeitendes Gestein, auch wenn es kein petrografischer Marmor ist, also z.B. ein schöner, schleifbarer Kalkstein. Der Name Marmor stammt aus dem griechischen Wort Marmaros = Felsblock, weisser Stein.

Tarapsit
(Nickel-Dolomit)

Fundort: Scuol
Region: Unterengadin – Graubünden – Schweiz
Farbe: lichtgrün, gelbgrün, zum Teil durchscheinend, weisse Lagen

In Scuol/Tarasp im Unterengadin fand man um 1849 den aussergewöhnlichen Schmuckstein Taraspit. Seine Farben variieren von gelbgrün bis intensiv apfelgrün, teils abgegrenzt durch feine weisse Schichten. Sie verleihen diesem Stein ein wunderschönes, teils diskret durchscheinendes Aussehen und machen ihn dadurch in seiner Beschaffenheit einmalig. Es handelt sich dabei um einen durch Nickeloxyd gefärbten Dolomit. Im letzten Jahrhundert wurden grössere Funde gemacht, heute ist er jedoch nur noch in Museen zu bestaunen.

Tiroler Kupfergestein
(Buntfarbenes Tiroler Gestein)

Fundort: Alpbachtal
Region: Thierberg – Kaiserbründl – Tirol – Österreich
Farbe: hellblau, blau, grün, rötlich, beige, braun, weisslich, gelb

Seit uralten Zeiten wurden im Tirol Kupfererze abgebaut und verarbeitet. Das anstehende Kupfererz ist ein sogenanntes Fahlerz (Komplexerz) in dem Kupfer, Schiefer, Antimon, Arsen, Quecksilber, Eisen, Zink und Silber die Hauptbestandteile bilden. Die aus dem Erz entstehenden weiteren Sekundärmineralien sind hauptsächlich schwarzer Dolomit (Nordtiroler Grauwackenzone), Kalzit, Olivenit, Azurit, Malachit, Tirolit (radialstrahlige grüne Sonnen), Theisit, Tenorit und Chrisokoll. Bis heute wird dieses vielseitige, farbenreiche Gestein in der Schmuckbranche kaum verarbeitet.

Verrucano

Fundort: Murg, Mels, Weisstannen, Schilstal, Sernftal, Pizolgebiet, Kärpfgebiet
Region: Glarus – St. Gallen – Schweiz
Farbe: lauchgrün, violettgrau, violett, blutrot

IDer Name Verrucano gibt uns keine Auskunft über die Ausbildung des Gesteins. Die Bezeichnung stammt aus Italien (Castello Verruca bei Pisa). Im Jahre 1850 überträgt Bernhard Studer diesen in der Toscana geprägten Terminus auf analoge Gesteinsabfolgen in den Schweizer Alpen. Die blutroten Tonschiefer, Sandsteine und Brekzien bei Murg (lokaler Name Murgerstein oder Rotrisistein) und die violett, roten Sernifite bei Mels (Melserstein) repräsentieren nur einen kleinen Teil der Verrucano Gesteinspalette. Das Alter der Gesteine im Verrucano ist schwierig zu bestimmen, doch dürften Verrucano Ablagerungen im späten Karbon und während des Perm (Zeitraum ca. 300-250 Millionen Jahre) stattgefunden haben. Da im Verrucano keine Ueberreste von Pflanzen und Tieren vorkommen muss das Klima in diesem Ablagerungsbereich lebensfeindlich, wüstenhaft gewesen sein.

Vesuvian
(Kalifornit)

Fundort: Piz Lunghin
Region: Bergell – Graubünden – Schweiz
Farbe: apfelgrün, lindengrün, zum Teil durchscheinend

Wie der Name vermuten lässt, wird der Kalifornit vor allem in Kalifornien gefunden. In der Schweiz ist Vesuvian vom Piz Lunghin bekannt – meist in inniger Verwachsung mit Diopsid. Mit ein wenig Glück kann man aber auch sehr schöne transparente Kalifornite finden. Der Vesuvian (Diopsidfels) vom Piz Lunghin weist verschiedene Farbtöne auf. Diese sind vom Mischungsverhältnis des weissgrauen Pyroxens mit dem grünen Vesuvian abhängig. Die Vesuviane vom Piz Lunghin haben einige Eigenschaften wie Farbe, Härte, Dichte, die sehr ähnlich den Jadearten Jadeit und Nephrit sind. Gemeinsam ist diesen Funden, dass sie alle im Kontakt zum Serpentinit vorkommen.